Spanien

Lanzarote: Das Haus des Künstlers

Dies ist wahrscheinlich eines der ungewöhnlichsten Häuser der Welt. Cesar Manrique, der Künstler, der Lanzarote durch viele Bauten und Kunstwerke geprägt hat, hat hier im Osten der Insel Lanzarote sein Wohnhaus genial in Lavablasen gebaut. Von 1968 bis 1988 hat der Künstler, Maler und Architekt hier gewohnt und gearbeitet – heute ist das Haus Museum und Sitz der Fundation Cesar Manrique, es liegt in Tahiche, im Osten der Insel. Eine Ortstermin

Kunst, Vulkangestein und ein Tor im traditionellen Stil Lanzarotes – der Eingang zur Stiftung Cesar Manrique ist ein Vorgeschmack auf das ungewöhnliche Ensemble aus Natur und Architektur
Kunst, Vulkangestein und ein Tor im traditionellen Stil Lanzarotes – der Eingang zur Stiftung César Manrique ist ein Vorgeschmack auf das ungewöhnliche Ensemble aus Natur und Architektur

Als Cesar Manrique 1968 aus New York wieder zurück nach Lanzarote kam, beschloss er, sich endgültig auf seiner Heimatinsel niederzulassen. Bei der Suche nach dem richtigen Haus entdeckte auf diesem Grundstück im Osten fünf große Vulkanblasen. Sie waren bei den verheerenden Vulkanausbrüchen zwischen den Jahren 1730 und 1736 in einem Lavastrom entstanden. Er, der geniale Künstler und Architekt, nutzte die 5 Vulkanblasen als Wohnräume. Sie sind durch in die Lava gehauene Tunnel miteinander verbunden und können heute besichtigt werden.

Manrique ließ in die Lavablasen einzelne Zimmer einbauen. Er liebte den Kontrast – hier die schwarze Lava, dort seine Einbauten, die er weiß anmalen ließ.  Außerdem gab er den einzelnen Räumen zusätzlich unterschiedliche Farben. So geht man bei der Besichtigung in den „Roten Salon“, der mit leuchtend-roten Lederpolstern ausgelegt ist oder in die „Gelbe Blase“, in der die Sitzpolster und die Lampen in gelb erstrahlen. Draußen plätschert ein Wasserfall in den Swimmingpool, der türkis in einer weiß-gestrichenen Lava-Mulde schimmert. 

Über der Erde baute Manrique ein gemütliches, großes Zimmer, seinen Ruheraum, in dem er die stille Zeit des Tages verbrachte. Auch hier suchte er die Verbindung der schroffen Außenwelt mit dem Inneren: Ein riesiges Fenster gibt den Blick frei auf das riesige schwarze Lava-Felsd und einen braunen Vulkankegel. Heute sind in seinem ehemaligen Ruheraum Bilder und Entwürfe von ihm zu sehen, außerdem auch Werke seiner Freunde, die ihn immer wieder hier besuchten – zum Beispiel Pablo Picasso oder Joan Miró.

Das Wohnhaus des Künstlers beherbergt heute die „Fundacion Cesar Manrique“, eine Stiftung, die sich um den Erhalt seines Erbes kümmert – Manriques wichtigstes Anliegen war, die landschaftliche und kulturelle Identität seiner Heimatinsel zu stärken und zu bewahren. Das ist ihm auf Lanzarote vielfach beindruckend gelungen. 

Mehr Infos dazu unter fcmanrique.org

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Titelbild: Kontraste dominieren die unter- und überirdischen Gebäude der Stiftung César Manrique

© Fotos: Ermano Wagner (13)

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Bild: © Ermano Wagner

Joachim Negwer

Joachim ist als Reporter und Fotograf das halbe Jahr auf Reisen – immer auf der Suche nach besonderen Erlebnissen. Übrigens genau so gerne auf Bali wie im Schwarzwald.