Afrika

Die 4 wichtigsten UNESCO-Welterbe-Stätten in Ägypten

Was für ein Land, was für eine Kultur, eine Geschichte: Wows an fast jeder Straßenecke!

Das antike Theben: was heute Luxor heißt

Ein Teil des heutigen Luxor ist auf den Fundamenten des antiken Theben errichtet, auf den Mauern der Stadt, in der die Pharaonen einst Hof hielten. Von hier aus lenkten sie ihr Reich, hier errichteten sie ihre Tempel: der mächtige Ramses II., Ramses III., Amenophis III., am gegenüberliegenden Nilufer Königin Hatschepsut. Im Tal der Könige, nicht weit von ihrem Tempel, befindet sich das Grab Tutanchamuns, das der Archäologe Howard Carter erst 1922 entdeckt hat – als einziges überhaupt, das noch nicht von Grabräubern geplündert war und vor Goldschätzen fast überquoll. Die UNESCO hat die Stätten an beiden Ufern des Nils in einem Welterbe zusammengefasst. Auch die Memnonkolosse, der Luxor-Tempel und der Karnak-Tempel zählen dazu. Besonders gut: Viele Nilkreuzfahrten beginnen oder enden in Luxor, alle Schiffe machen hier Station. Und auch als Tagesausflugsziel aus Hurghada ist die geschichtsträchtige Metropole am Nil problemlos erreichbar.

Abu Simbel und Philae: am Assuan-Damm

Mit keinem anderen Tempel dieser Dimension geschah jemals etwas Vergleichbares, eine bauliche Meisterleistung: Der 3300 Jahre alte große Tempel von Abu Simbel wurde in den 1960er-Jahren mit Spezialwerkzeugen in 1036 tonnenschwere Blöcke geschnitten, zerlegt, abtransportiert und 64 Meter höher als vorher wieder exakt so neu errichtet und in den Felsen eingepasst. Warum? Um der Nachwelt erhalten zu bleiben und nicht in den ansteigenden Fluten des damals neu entstandenen Nasser-Stausees gut 240 Kilometer südlich des Dammes von Assuan unterzugehen. Gleiches geschah mit dem kleineren Hathor-Tempel von Abu Simbel. Beide sind seit 1979 UNESCO-Welterbestätten – ebenso wie der Philae-Tempel bei Assuan, der sich auf einer Insel im Stausee befindet und wie Abu Simbel zerlegt und an höherer Stelle exakt wiederaufgebaut wurde. Der ursprüngliche Standort ist längst von den Wassermassen des Stausees überflutet. Beide Stätten sind auf Ausflügen vom Flusskreuzfahrthafen Assuan aus gut erreichbar. Von den Ferienorten am Toten Meer aus werden Ausflüge per Flugzeug angeboten.

Gizeh und Memphis: die Pyramiden und ihre Umgebung

Sie sind die größten Wahrzeichen von Ägypten, zählen zu den sieben Weltwundern der Antike: die Pyramiden von Gizeh, die den drei Pharaonen Cheops, Chephren und Mykerinos zugeschrieben werden und über deren Entstehung vor über 4500 Jahren noch so vieles im Dunklen liegt. Jeder, der angeblich rund drei Millionen Steinblöcke der Cheops-Pyramide wiegt zweieinhalb Tonnen. Der Bau einer solchen Pyramide wäre selbst mit heutigen Möglichkeiten eine enorme Herausforderung. Auf den meisten Fotos sieht es aus, als stünden die Pyramiden ebenso wie die unmittelbar benachbarte Sphinx einsam in der Wüste. Dabei ist die Bebauung der Millionenstadt Kairo fast an das Pyramidenfeld herangerückt, das Stadtzentrum nur 15 Kilometer entfernt. Etwas einsamer liegen da noch die Ausgrabungsstätten von Memphis, zu denen auch die berühmte Stufenpyramide von Sakkara zählt, die dem Pharao Djoser zugeschrieben wird und auf das Jahr 2700 vor Christus zurückgeht.

Das historische Kairo: das Herz einer Weltstadt

Wenn Kairo ein Organismus wäre, hätte er Herzrasen: Die Stadt pocht, pulsiert, pumpt einen unaufhörlichen Strom aus Menschen, Autos, Karren und Lastwagen durch ihre Straßen und kommt auch bei Nacht nur wenig zur Ruhe. Kairo birst vor Leben, duftet nach dem Rauch der Wasserpfeifen, klingt nach den Rufen der Muezzins von unzähligen Minaretten. Der Großraum ist Heimat von rund 20 Millionen Menschen, der Nil die Lebensader dieser Stadt. Die UNESCO hat das historische Zentrum in den Status eines Weltkulturerbes erhoben, die Altstadt – mit ihren Gassen, den Basaren und Koranschulen, den berühmtesten Moscheen wie Al Azar, Rifai und Ibn Tulun – ist so etwas wie das Innerste dieses pulsierenden Herzens. Längst ist Kairo ein spannendes Städtereiseziel, problemlos lässt es sich mit Aufenthalten in den Strandhotels am Roten Meer oder in Luxor verknüpfen – sei es für einen Verlängerungsaufenthalt, sei es für einen Zwei-Tages-Ausflug per Flugzeug.

…und außerdem: Zum UNESCO-Welterbe in Ägypten gehören noch die frühchristlichen Ruinen von Abu Mena bei Alexandria, das Katharinenkloster auf der Sinai-Halbinsel und das Tal der Wale Wadi al-Hitan mit seinen spektakulären Skelettfunden im westlichen Ägypten.

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