Italien

Rom – eine Stadt zum Verlieben

Ob auf den Spuren der antiken Römer, vor prächtigen barocken Brunnen und Kirchen oder abseits des Trubels in kleinen Gassen am anderen Tiber-Ufer: Die ewige Stadt wuchert mit ihren romantischen Orten

Mit etwas Fantasie würde es einen im Foro Romano nicht wundern, wenn gleich der erste vornehme Senator in Sandalen und Tunika um die nächste Säule biegt. Am besten am späten Nachmittag, wenn die meisten Besucher bereits verschwunden sind, kann man sich im ehemaligen Machtzentrum des alten Roms hinwegträumen in die Zeit Cäsars.

Romantischer Hotspot: die Piazza di Spagna. Auf einer kleinen Mauer lassen sich herrliche Sonnenuntergänge genießen (links), während die Spanische Treppe (rechts) bei Honeymoonern beliebt ist
Romantischer Hotspot: die Piazza di Spagna. Auf einer kleinen Mauer lassen sich herrliche Sonnenuntergänge genießen (links), während die Spanische Treppe (rechts) bei Honeymoonern beliebt ist 

Im Mittelalter kam der Abstieg: Es wurden Steine und Marmor geplündert, irgendwann war es nur noch bekannt als Campo Vaccino, als „Feld der Kühe“. Erst als der europäische Adel auf der Grand Tour die Antike für sich entdeckte, begannen im  18. Jahrhundert die Ausgrabungen, die teilweise bis heute andauern. An Ende der Galerie aus Marmor-Säulen und Giebeln steht mit dem Kolosseum die wohl berühmteste Ruine der Welt. Den schönsten Blick auf das Foro Romano gibt’s übrigens gratis: Oben am Kapitolsberg, rechts vom Rathaus hat man in etwa denselben Blick, den der Bürgermeister von Rom täglich genießen darf. 

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Zwischen traumhaftem Blick und Trubel liegen in Rom oft nur ein paar Schritte. Die große Treppe hinauf zum Kapitolsplatz beginnt nur ein paar Meter entfernt vom quirligen Mittelpunkt Roms, der Piazza Venezia.  Auf dem Kapitolshügel, wo einst die Tempel Jupiters und Junos standen, sind an diesem Abend sphärische Klänge eine DJs zu hören. Die Fassaden der drei Palazzi, die das Rathaus Roms beherbergen, leuchten dazu mittels spektakulärer Lichtprojektionen. Auf dem trapezförmigen Platz mit dem Reiterstandbild Marc Aurels in der Mitte ist immer was los. 

Viele der großen und kleinen Plätze Roms sind einfach zauberhaft. Die Piazza Navona gilt als der schönste der Stadt, in jedem Fall ist er eine beliebte Bühne für Straßenmusiker. Dabei ist er so groß, dass diese sich mit ihren verschiedenen Instrumenten und Stilen gar nicht in die Quere kommen. Und so kann man sich heute beispielsweise entscheiden zwischen einer Bach-Sonate auf der Klarinette oder dem schnellen Flamenco, den ein Spanier an Berninis Vierströme-Brunnen auf der Gitarre zelebriert. 

In Trastevere, nur ein paar Gehminuten von der Piazza Navona auf der anderen Tiber-Seite gelegen, ist dagegen alles etwas kleiner und lauschiger als rund um die bekannten Sehenswürdigkeiten im Zentrum. Die Plätze und Gassen mit ihren Bars und Trattorien sind ideal, um den Tag ausklingen zu lassen. Und zwischendurch warten italienische Postkartenidyllen darauf, entdeckt zu werden: die Wäsche, die zwischen den Balkonen aufgespannt trocknet; die Vesparoller, die über das Kopfsteinpflaster der engen Gassen tuckern; alte Handwerksläden, aber auch viele neue Geschäfte: Trastevere hat sich gewandelt und ist inzwischen bei Einheimischen wie Besuchern gleichermaßen beliebt.

Es scheint fast so, als würde sich die eine Hälfte der Besucher abends am Trevi-Brunnen versammeln, während die andere auf der Spanischen Treppe Platz nimmt.

Der herrlich geschwungene Treppenaufgang hoch zur Kirche Trinità dei Monti, an seinem Fuß mit dem Brunnen von Pietro Bernini, wurde 1723 erbaut und gilt ebenfalls als eine der Hauptattraktionen der Stadt. Touristen aus aller Welt erholen sich vor allem in den kühleren Abendstunden von den Eindrücken des Tages, darunter auch viele Paare in den Flitterwochen. Glücklich sehen sie alle aus, wie frisch verliebt – und sei es nur in diese Stadt.

Der besondere Tipp

Nur eine Gehminute von der Spanischen Treppe entfernt, kann man im Atelier des ehemaligen Architekten und Bildhauers Antonio Canova unter opulenten Statuen an der Bar einen Espresso trinken oder auch was essen. Atelier Canova Tadolini, www.anovatadolini.com

Im Ristorante Museo Canova Tadolini speist es sich wie in einem Künstleratelier
Im Ristorante Museo Canova Tadolini speist es sich wie in einem Künstleratelier

Titelbild: © eyetronic – stock.adobe.com

© Fotos: Dietmar Denger (9), sborisov – stock.adobe.com, ValerioMei – stock.adobe.com

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Bild: © ValerioMei – stock.adobe.com

Dietmar Denger

Dietmar Denger reist als Reporter und genialer Fotograf schon seit vielen Jahren durch die Welt. Hier stellt er seine Lieblingsorte vor.