Rotes Meer

Die schönsten Badeorte am Roten Meer

Das jüngste aller Weltmeere ist auch das wärmste: Mit bis zu 30 Grad Wassertemperatur freuen sich Badefreunde, Surfer und Taucher gleichermaßen über perfekte Urlaubs-Bedingungen zwischen Nordost-Afrika und der Arabischen Halbinsel. Zu den Küstenabschnitten des Roten Meeres gehören neben Ägypten noch Israel, Jordanien und Saudi-Arabien. Typisch für das Rote Meer – nur ungefähr so groß wie die Schweiz – ist seine grandios schillernde Unterwasserwelt, die Artenvielfalt im Roten Meer ist immens.

Hurghada: Die turbulente Badehauptstadt

Nicht alle Wege an den Strand führen in Ägypten nach Hurghada – aber doch eine ganze Menge. Die rund 200 000 Einwohner zählende Stadt hat sich seit den 80er-Jahren von einem Geheimtipp für Eingeweihte zur größten Tourismus-Metropole Ägyptens gemausert – zumindest, was Küstenorte angeht. Gründe dafür gibt es einige: Hurghadas warmes Klima führt dazu, dass die Stadt am Roten Meer das ganze Jahr über Saison hat. Und die Strände? Ein Traum! Über 30 Kilometer Küste stehen im Ballungsgebiet Hurghadas Hotelgästen aus aller Welt zur Verfügung. Das Angebot ist riesig, vor allem Taucher fühlen sich in der schillernden Unterwasserwelt Hurghadas ideal aufgehoben. Aber auch von Surfern oder Schnorchlern wurden bislang selten Klagen laut – zumal auch der Ortskern der Stadt in Ägypten eine Menge zu bieten hat. Gerade die Altstadt des ehemaligen kleinen Fischerortes ist einen Ausflug wert: Schon allein wegen der koptischen Kirche oder der imposanten Aldahaar Moschee, einem spektakulären Turmpalast mit hoher Instagrammability…

Der besondere Tipp: Seit 2014 staunt die Welt über eine Fantasiewelt aus Wasser und Sand, die von 30 Künstler aus der ganzen Welt in der so genannten Sand City Hurghada errichtet worden ist. Immer wieder kommen neue Figuren dazu, ein faszinierender Prozess.

Sharm El Sheikh: Das Wasser an der Wüste

Schon die Lage sorgt für einen exotischen Look, den man so nicht häufig auf der Welt erlebt: Sharm el Sheikh liegt auf der Sinai-Halbinsel genau zwischen dem Roten Meer und der weiten Wüstenlandschaften Ägyptens. Für Urlauber ist dieses Triumvirat aus Sonne, Meer und sehr viel Sand ein großartiges Versprechen. Die rund 75 000 Einwohner zählende Stadt bietet zahlreiche, besonders für Familien geeignete Strände, ein vielfältiges und erstaunlich lockeres Nachtleben sowie Tauchgründe, die Wassersportler aus aller Welt anzieht: Neopren statt Anzug; Sharm el Sheikhs Kleiderordnung hat sich längst den fantastischen Möglichkeiten für Taucher angepasst. Kaum vorstellbar, dass dieser vitale touristische Brummkreisel in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts noch ein verschlafener Fischerort gewesen ist. Wie in fast jeder ägyptischen Stadt gibt’s natürlich auch in Sharm el Sheikh einen großen Basar, den Old Market, auf dem Händler auf die bekannt charmante Weise versuchen, ihre Waren an den Besucher zu bringen. Feilschen wird hier nicht nur angeraten, sondern ist schon fast Bedingung für ein amüsantes Shopping-Erlebnis.

Der besondere Tipp: Für diesen Ausflug wird man die herrlichen Strandgebiete in Sharm el Sheikh kurz verlassen müssen. Aber das berühmte, im sechsten Jahrhundert erbaute Katharinenkloster im Landesinneren des südlichen Sinai ist es wert: Es ist das älteste, stets von Mönchen bewohnte Kloster des Christentums.

Eilat: Es kann nur Eine geben

Ganz im Süden des Landes liegt die einzige Stadt Israels, die Zugang zum Roten Meer hat. Aus diesem Privileg macht die Stadt in der Negevwüste eine Menge. Was bei diesen Voraussetzungen aber auch kein Wunder ist: In Eilat regnet es so selten, dass Regenschirme in diesem Teil des Landes ausschließlich zum Schutz vor der Sonne gebräuchlich sind. Zudem ist es immer warm dort, wobei im Sommer mit 40 Grad auch schon einmal Grenzbereiche erreicht werden. Da hilft nur ein Sprung ins Meer. Zu den beliebtesten Stränden in Eilat zählen der sympathisch-übersichtliche Mosh Beach mit seinen hippieesken Liegenlagern. Es handelt sich hier um einen Privatstrand, der seinen Gästen auch Musik, Essen und Getränke anbietet. Öffentlich und kostenlos zugänglich ist dagegen der Princess Beach, an dem sich viele Individualurlauber und Tauchfans tummeln, auch eine Tauchschule findet sich hier. Dass Eilat in der Negevwüste liegt, spürt man dann auf der Camel Ranch Eilat deutlich – man muss dort aber nicht unbedingt auf einem Kamel reiten, sondern kann auch mit dem Eselkarren fahren oder im Hochseilgarten klettern.

Der besondere Tipp: Hört man von einem Delfinarium in einem touristischen Zentrum, herrscht zuerst einmal Skepsis vor. Das Dolphin Reef in Eilat aber ist eine vorbildliche ökologische Delphinanlage, außerdem auf 12 000 qm das größte Meeresgehege der Welt. Auf Zirkusvorstellungen mit den Tieren wird hier verzichtet – der Besuch im Dolphin Reef ist so eine schöne Erfahrung für die gesamte Familie.

Aqaba: Jordaniens (einzige) Perle am Roten Meer

Jordanien? Ernsthaft? Aber klar – um gleich mit einem Vorurteil aufzuräumen: Trotz der geographischen Nähe zu vielen Krisengebieten der Erde gehört Jordanien zu den sichersten Ländern in der arabischen Welt. Aqaba mit seinen knapp 150 000 Einwohnern liegt an einem Seitenarm des Roten Meeres und ist nicht nur der einzige Seehafen des gesamten Landes, sondern auch der einzige Ort in Jordanien, an dem getaucht werden kann. Und die Schnorchel- und Tauchgebiete sind wirklich spektakulär: Neben den vielen Korallen und Meerestieren kann man einige bizarr anmutende Wracks am Meeresboden ausspähen, von Schiffswracks wie der Taiyong und der Cedar Pride bis zu einem versenkten Flugzeug am South Beach. Doch auch überirdisch bietet das direkt am Roten Meer gelegene Aqaba seinen Besuchern eine Menge: der Al-Ghandour-Strand ist so etwas wie das inoffizielle Hauptquartier für Besucher und Einheimische – hier wird gefeiert, gegessen und Musik gehört – mehr lässiges Chill Out geht nicht.

Der besondere Tipp: Ein Ausflug in die Wüste gehört auch in Jordanien zum Pflichtprogramm eifriger Besucher: Die Adi Rum Wüste liegt nur etwa 70 Kilometer von Aqaba entfernt und trumpft mit bis zum 1000 Meter hohen Felsen auf. Wenn´s machbar ist, empfehlen wir eine Übernachtung in einem der vielen exotischen Wüstencamps.

Dschidda: Die saudische Metropole mit Relaxfaktor

Dschidda ist mit seinen fast 3 Millionen Einwohnern nicht nur die wichtigste Hafenstadt in Saudi-Arabien, sondern aufgrund seiner Lage am Meer auch die fortschrittlichste Metropole des Landes. Urlauber aus der ganzen Welt können sich davon seit einigen Jahren selbst überzeugen, denn Saudi-Arabien hat sich nach Jahren der Abschottung dem westlichen Tourismus geöffnet. Wie sehr, das wird auf einem Spaziergang auf dem Prachtboulevard Dschiddahs deutlich, der Corniche. Allerdings wird man die nicht vollständig entlang schlendern wollen, denn sie ist 30 Kilometer lang. Interessant vor allem der nördliche Teil mit der Shoppingmall und der Badebucht! Auch Badeurlauber werden in Dschidda nämlich gute Laune bekommen, das Rote Meer mit seinen warmen Temperaturen und die kleinen Palmen am stadtnahen Silver Sands Beach sorgen dafür. Sogar Damen in Bikinis sind dort neuerdings erlaubt. Wem der Sinn am Abend dann nach etwas wunderschöner Energie-Verschwendung steht, der ist an der größten Wasserfontäne der Welt richtig: Seit 1985 spritzt die König-Fahd-Fontäne das Wasser 300 Meter hoch in die Luft: Higher higher higher emotions…

Der besondere Tipp: Schon seit 2014 gehört die Altstadt von Dschidda zum UNESCO-Weltkulturerbe, rund 300 Gebäude bilden ein markantes Ensemble. Für Besucher der saudi-arabischen Metropole dürfte der Besuch dieser erhaben-majestätischen Stätte einer der Höhepunkte der Reise sein.

Dahab: „Hippie Heaven“ wird erwachsen

Warum nicht gleich mal unbescheiden einsteigen: Für viele Kenner Ägyptens gilt Dahab an der Südostküste der Sinai-Halbinsel als schönster Ort des ganzen Landes. Das mag damit zusammenhängen, dass die Stadt nicht nur vom kristallklaren Wasser des Roten Meeres und einer exotischen Kulisse aus Palmen und malerischen Berglandschaften umgeben ist, sondern den entspannten Vibe vergangener Jahre auch heute noch ausstrahlt, als Dahab als „Hippie Heaven“ bekannt wurde. Zuerst nämlich waren die fröhlichen Hippies hier, die Rucksacktouristen aus aller Welt, die sich für die ganzjährig angenehmen Temperaturen, die herrlichen Buchten und die bezaubernde Unterwasserwelt Dahabs schon früh begeisterten. Heute ist die Infrastruktur an der mehr als drei Kilometer langen Strandpromenade Dahabs modern ausgebaut, viele Strandcafes, Restaurants und Bars locken Besucher, über 20 Spots für Taucher und Schnorchler werden von einschlägigen Läden und Wassersportschulen professionell betreut. Ein turbulenter Traumort also, der jedem Urlauber selbst die Entscheidung überlässt, ob er aktiv werden oder doch lieber nur lässig entspannen will – die Voraussetzungen für beide Varianten sind jedenfalls gegeben.

Der besondere Tipp: In der Masbat Bay kann man direkt am Wasser unter Palmen speisen – und dabei den Blick auf den Golf von Aqaba genießen.

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