Deutschland

Die Elbphilharmonie – Zu Besuch in Hamburgs neuer Perle

Fast schon majestätisch thront das neue kulturelle Wahrzeichen Hamburgs mitten im Strom der Elbe. Das architektonische Zusammenspiel des frühzeitlich wirkenden Kaispeichers und der schwungvollen, schillernden Glasfassade ist die Visitenkarte der Elbphilharmonie – alt und neu sind in dem Bauwerk verbunden.

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Einerseits die vom Hafen geprägte, schlichte Backsteinfassade, andererseits der gleißend, leuchtende gläserne Aufbau, der das Bild des Hafens wie kein anderes Bauwerk prägt. Zwischen dem historischen Kaispeicher und dem aufregenden Neubau befindet sich die Plaza. Zugang zu diesem frei zugänglichen bekommt man über eine Fahrt mit der schillernden Rolltreppe, der mit 82 Metern längsten gebogenen Rolltreppe der Welt. Nach der langen Fahrt auf “The Tube” blickt man auf einer Zwischenebene im 6. Stock des ehemaligen Speichergebäudes durch das wahrscheinlich schönste Fenster Hamburgs zur Elbe. An keinem anderen Ort erschließt sich das Zusammenspiel von Stadt und Hafen so eindrucksvoll wie hier. 

Auf der Aussichtsplattform in 37 Metern Höhe angekommen, ergeben sich unvergessliche 360 Grad-Ausblicke auf die Hafenmetropole. Hamburgs größter Balkon hinterlässt aufgrund seiner Bauweise einen bleibenden Eindruck: eine kunstvoll geschwungene Deckenkonstruktion und sechs Meter hohe, gewölbte, gläserne Windschotts, die aufgrund ihrer Geometrie und der Festigkeit des Glases standsicher sind und auf Windlasten von bis zu 150 km/h getestet wurden. Getreu dem Motto “Ein Haus für alle” ist der Besuch der Plaza, die in etwa so groß wie der Hamburger Rathausmarkt ist, grundsätzlich kostenfrei möglich, da die maximale Anzahl der Besucher allerdings begrenzt ist, wird der Zugang über kostenlose Tickets reguliert, die nur am selben Tag vor Ort erhältlich sind. Alternativ lassen sich zudem Tickets für eine bestimmte Uhrzeit über die Website der Elbphilharmonie zu einem Preis von 2,00 Euro pro Person buchen. 

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Direkt vom Außenbereich, von dem sich eine hervorragende Sicht auf den Hafen, die Speicherstadt und die HafenCity ergibt oder Schiffe und Dampfer beobachtet werden können, gelangt man in ein Café, einen Souvenirshop und das Informationszentrum des Konzerthauses. Darüber hinaus sind in dem dreidimensionalen Hightech-Gebäude nicht nur drei Konzertsäle verstaut, sondern auch 45 Wohnungen, 500 Parkplätze, mehrere Restaurants und ein Fünf-Sterne-Hotel mit Swimmingpool und eigenem Kongresszentrum. 

Von den schwungvoll gestalteten Treppen der Plaza aus erreicht man schließlich das Herzstück des Gebäudes: den organisch geformten großen Konzertsaal. Damit im Saal nichts vom regen Schiffsverkehr nebenan zu hören ist, wurde der Saal als Raum im Raum angelegt und schalltechnisch komplett isoliert. Er lagert auf 362 Stahlfedern und senkt sich, wenn jeder Platz besetzt ist, um 1,5 Zentimeter ab. Die imposanten Ränge innerhalb des Konzertsaals erheben sich kaskadenförmig, fast wie kleine Weinberge, vom 12. bis zum 23. Obergeschoss hinauf – man befindet sich hier im wohl klangvollsten Hochhaus der Welt. 

Die Akustik soll auf allen Plätzen gleichermaßen hervorragend sein, denn keiner der 2100 Zuhörer sitzt weiter als 30 Meter vom Dirigenten entfernt, überall hat man eine perfekte Sicht auf das Orchester. Die Verkleidung des Saals besteht aus 10 000 individuell gefrästen Gipfaserplatten. Mit dieser “Weißen-Haut” wird der Schall gelenkt und der Klang noch weiter optimiert. Das für die Elbphilharmonie verantwortliche Architektenbüro Herzpog de Meuron hat sich bei dieser besonderen Eigenschaft der aufgebrochenen Oberfläche bei der Akustik von barocken Theatern inspirieren lassen. In der “Elphi” sind es wiederum kleine, organische Rippen, die an einen Strand bei sich zurück ziehendem Wasser erinnern. Deren Form wurde mit modernster Technik und Algorithmen am Computer berechnet. Dennoch war die Motivation, bei exzellentem Klang die Ästhetik des Raums zu wahren. 

Der durchgängige Wille zur Gestaltung, zu Detailversessenheit und Ortsbezogenheit ist überall spürbar – erst recht in den erstklassigen Konzerten, die im neuen Juwel der Hafenstadt die Besucher verzaubern: ob Klassik, Kammermusik, Liederabende, Solistenkonzerte, Pop, Elektro, Jazz oder Weltmusik – das Programm der Elbphilharmonie ist abwechslungsreich und wird nahezu allen Präferenzen des Publikums von nah und fern gerecht. 

Mit airtours-moments kommt man in den Genuss von großartigen Konzerterlebnisse in Kombination mit einem Aufenthalt in dem luxuriösen Hotel “The Westin Hamburg”, dass sich nur wenige Schritte entfernt von der geschwungenen Treppe befindet, die direkt in den Großen Saal führt. Bei einem Aufenthalt in Hamburg ist ein Besuch in der “Elphi” schlichtweg Pflichtprogramm. Egal ob Einheimische oder Touristen, das einst aufgrund seiner langen Bauzeit und der extremen Kosten bekannte Gebäude zieht heute als Konzerthaus der Superlative alle in ihren Bann. 

© Fotos: Till Junker (7), Michael Zapf (3), Johannes Arlt (2), Samuel Zuder (2)

Unser Angebot: Konzerterlebnis Elbphilharmonie

Mit „airtours“-Moments steht eine Selektion großartiger Konzerterlebnisse in Kombination mit einem luxuriösen Hotel-Aufenthalt direkt in der „Elphi“ zur Auswahl.

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Till Junker

Till Junker hält bereits seit dem Kindesalter alles um sich herum mit Kameras fotografisch fest. Der Autor hat seine Wurzeln in Niedersachsen und entdeckt auf Reisen gerne Geschichten in fremden Ländern & Kulturen. Außerdem hat er ein Faible für Botanische Gärten.

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