Griechenland

Santorins schönster Weg: Zu Fuß: Von Firá nach Oia

Ein 10-Kilometer-Marsch in brütender Hitze – anstatt sich im kühlen Shuttle-Bus über Santorin chauffieren zu lassen? Klingt verrückt. Doch wer die Kykladen-Insel wirklich kennenlernen möchte, sollte tatsächlich für einen Tag die Wanderschuhe schnüren.

Wer von einem Urlaub auf der Trauminsel Santorin träumt, wird eher an schöne Stunden auf der Xaplóstra (Sonnenliege) mit einem kühlen Potó (Getränk) und einem unverstellten Blick auf die Caldera denken, als an einen zehn Kilometer-Marsch durch die brütende Hitze. Wer die Kykladen-Insel kennenlernen will, sollte einen Tag lang die Flipflops mit Wanderschuhen tauschen – es lohnt sich! Das was Santorin ausmacht: das traumhafte Zusammenspiel der schwarzen Klippen mit dem blauem Meerwasser und den weiß-blauen Städtchen, entfaltet sich nämlich erst aus einiger Entfernung.


Sieht weiter aus als es ist – die Wanderung von Firá (vorne) nach Oia (hinten)

Unbeschreibliche Aussichten und Einblicke in das Santorin abseits der weißen Dörfchen eröffnen sich auf der beliebten Wanderung von Firá nach Oia.

Die wichtigsten Fakten

Der Weg führt fast immer am Kraterrand entlang und bietet fantastische Ausblicke. Er eignet sich auch für Leute, die nicht schwindelfrei sind. 

Für die zehn Kilometer sollte man 3-4 Stunden einplanen. Der Weg lässt sich in beide Richtungen gehen, zurück zum Ausgangspunkt kommt man mit Bus oder Taxi. Läuft man von Firá Richtung Oia, hat man nach einem kurzen Anstieg einen langen, sanften Abstieg hinunter nach Oia vor sich – mit den entsprechenden Panoramen.

Der Weg ist an keiner Stelle technisch schwierig, über lange Passagen führt die Strecke über Pflaster oder Asphalt. Aber: Für Kinderwagen oder Dreiräder ist die Route nicht geeignet.

Augen auf – auf der Wanderung lassen sich einheimische Vögel wie dieses Chukarhuhn entdecken

Weil es unterwegs so gut wie keinen Schatten gibt, startet man in den Sommermonaten am besten frühmorgens. In Oia findet man nette Cafés, in denen man anschließend frühstücken kann. In Firá natürlich auch. 

Unbedingt mitnehmen: Wasser, Sonnenschutz, Hut oder Kappe. Und bitte nicht in Flip-Flops loslaufen – etliche Passagen führen über Fels und loses Gestein. 

Die Tour wird von mehreren Veranstaltern in Firá als geführte (und ziemlich teure) Wanderung angeboten. Weil der Weg gut ausgeschildert ist und man sich eigentlich an keiner Stelle verlaufen kann, lässt sich die Route auch von Anfängern problemlos auf eigene Faust bewältigen. Die geführten Touren starten zudem meistens in der Gluthitze des Nachmittags, um zum Sonnenuntergang in Oia zu sein. 


In einem der Hafenrestaurants von Oia lässt sich die Wartezeit auf den Bus besonders gemütlich verbringen

Falls man abends in Oia ist: Unmittelbar nach Sonnenuntergang sind die Schlangen an der Haltestelle für die Busse nach Firá sehr lang. Besser, man trinkt noch irgendwo ein Glas Wein und wartet ab, bis weniger los ist. Busse zurück fahren bis 22/22:30 Uhr.

Titelbild: Am Kraterrand zwischen Firá und Oia

© Fotos: Oliver Raatz (4)

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Stefan Nink

Stefan Nink schreibt Reisereportagen und Romane, fotografiert Menschen und Landschaften.

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