Italien

Lucca: Italien in all seiner Ursprünglichkeit

Mit seinem mittelalterlichen Stadtkern, der fast vier Kilometer langen, perfekt erhaltenen Stadtmauer und seinen kleinen, verwinkelten Straßen ist Lucca der schönsten Städte der Toskana. Und lädt ein zum nostalgischen Bummel durch längst vergangene Zeiten

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In Lucca gibt es auffallend viele Fahrradverleihs. Warum? Weil Radeln hier einfach Spaß macht. In der Altstadt herrscht so wenig Verkehr, dass man völlig entspannt durch die gepflasterten Gassen rollen kann, vorbei an sonnig gelb gestrichenen Palazzi mit ausladenden Fenstergittern, quer über kleine Piazzettas, auf denen Vespas zwischen Blumentöpfen parken, am schnurgeraden, stillen Kanal entlang, der die Via del Fosso der Länge nach halbiert. Am allermeisten Spaß aber macht das Radeln oben auf der Stadtmauer, denn die ist wirklich etwas Besonderes. Sie führt auf vier Kilometern einmal vollständig um die Altstadt herum und bietet oben so viel Platz, dass ein breiter Spazierweg auf ihr angelegt werden konnte, eingefasst von schönen, alten Bäumen. Die Mauer ist Luccas Stadtpark – hier spielen die Kinder, joggen die Sportler, spazieren die Verliebten Arm in Arm. Und auf den Bänken ist Platz für alle, die den Blick auf das uralte Häusermeer dieser besonders hübschen toskanischen Stadt genießen wollen.

Genau 99 Kirchen und Kapellen stehen in Lucca. Die schönste? Wer’s üppig mag, dem gefällt San Michele mit der zierlichen Arkaden-Fassade, während Puristen von San Francesco schwärmen, einem romanischen Kleinod mit drei Kreuzgängen. Was allerdings von der Stadtmauer aus als erstes in Auge fällt, ist kein Kirchturm, sondern der Torre Guinigi, ein Geschlechterturm aus dem 14. Jahrhundert, auf dessen Dach in luftigen 45 Metern Höhe tatsächlich sieben Steineichen stehen. Ebenfalls schön grün zeigt Lucca sich im Barockgarten des Palazzo Pfanner mit Orangerie und Wasserspielen, Bambuswäldchen und Kamelien.  

Die Stadtmauer scheint Luccas perfekt erhaltene Altstadt auch von allem Hässlichem, von Stress und allzu modernen Zeiten zu bewahren. In die Atmosphäre seiner stillen Gassen und kleinen Geschäfte taucht man ein wie in ein wohltuendes Nostalgiebad. Bis man irgendwann auf der Piazza Anfiteatro wieder in der pulsierenden Gegenwart landet. Der „Salon“ von Lucca wurde auf den Ruinen eines römischen Amphitheaters erbaut und hat die Form einer perfekten Ellipse. Hier reiht sich Café an Café, Wine-Bars und Restaurants haben Tische nach draußen gestellt, und speziell zur Aperitifzeit ist kaum noch ein Durchkommen. Unser Tipp? Einfach ein Glas kalten Vernaccia bestellen und mitfeiern!

Titelbild: Lucca aus der Luft

© Fotos: Guido Cozzi (2), ArTo – stock.adobe.com, Anna Pakutina – stock.adobe.com, Massimo Borchi, bbsferrari – stock.adobe.com

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Bild: ©Jarek Pawlak, stock.adobe.com

Annette Rübesamen

Annette Rübesamen ist seit 25 Jahren hauptberufliche Reisejournalistin. Ihre liebsten Themen: Italien, vergessene Welten, Weingüter und das Meer.

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