Italien

Toskana-Gärten: Kompositionen der Renaissance

Die Medici machten es vor, andere reiche Familien zogen nach: In den Parks rund um die Toskana-Palazzi geben prunkvolle Skulpturen, harmonische Wasserspiele und filigran verspielte Beete ein Konzert

Es waren die Medici aus Florenz, die die Idee der „Villa mit Garten“ prägten. Denn sie wollten Land nicht mehr nur beherrschen, sondern auch genießen. Und investierten daher in Landsitze, in denen Renaissance-Architektur, Natur, Kunst und Wissenschaft auf Schönste miteinander harmonierten. Rund 30 solcher Villen ließen die Medici in der Toskana errichten; 12 davon zählen heute zum UNESCO-Welterbe.

Villa Petraia

Als besonders schön gilt die Villa Petraia oberhalb von Florenz mit ihrem terrassenförmig angelegten Garten, mit Giambolognas Skulptur der „Venere Fiorenza“, die sich nach dem Bade die nassen Haare ausdrückt, und dem großartigen Blick über die Stadt.

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Villa di Castello

Nicht weit davon demonstrierte Medici-Fürst Cosimo I. mit dem Garten der Villa di Castello seine große Macht: Er ließ symbolträchtige Statuen aufstellen, prächtige Wasserspiele anlegen und die „Grotta degli Animali“ schaffen, wo sich Kamele, Pferde, Wildschweine und Hirsche aus Marmor um eine Wasserwanne drängen. Weitere Highlights sind die alten und raren Zitrusbäume, der Kräutergarten und der von Vasari entworfene Springbrunnen. 

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Villa Torrigiani a Capannori

Mit der zweiteiligen, in Grau- und Ockertönen gehaltenen Fassade und den prunkvollen Marmorstatuen bringt der Hausherr im 17. Jahrhundert französische Anklänge in die Toskana
Mit der zweiteiligen, in Grau- und Ockertönen gehaltenen Fassade und den prunkvollen Marmorstatuen bringt der Hausherr im 17. Jahrhundert französische Anklänge in die Toskana

In der Nähe von Lucca verewigte sich kein Medici, aber ein gewisser Marchese Santini mit der Villa Torrigiani a Capannori, die er im französischen Stil mit prächtigen Treppen und Balustraden aufhübschte. Spätere Besitzer legten dazu den Barockblumengarten „Flora“ an – ein bezauberndes Wunderwerk aus harmonischer Symmetrie und verspielter Ornamentalik. Dazu gibt es Wasserspiele, einen Seerosenteich und ein Wäldchen aus alten Kamelienbäumen.

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Villa Reale di Marlia

Konkurrenz gleich in der Nachbarschaft macht die Villa Reale di Marlia, wo einst schon Napoleons Schwester Élisa Bonaparte mit ihrem Geliebtem, dem Wundergeiger Niccolò Paganini, durch den 16 Hektar großen Park mit See, Wassertheater und „Spanischem Garten“ spazierte.

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Villa La Foce

Im Süden der Toskana wiederum gestaltete die englische Schriftstellerin Iris Origo in den 1920er Jahren den Garten der aus dem 16. Jahrhundert stammenden Villa La Foce – mit Glyzinienlauben und Zypressenalleen, Buchsbaumgärtchen und verwunschenen Winkeln. Das alles vor der sanften Hügellandschaft des Val d’Orcia mit dem Monte Amiata als eindrucksvoller Kulisse – eine Komposition von sublimer Schönheit. 

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Titelbild: Die Villa Reale di Marlia aus der Luft

© Fotos: Roberto Giomi (2), sansa55 – stock.adobe.com, Guido Cozzi (4), Villa di Castello (1), Vincenzo Tambasco (1), Jürgen Hohmuth / La Foce

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Bild: ©Jarek Pawlak, stock.adobe.com

Annette Rübesamen

Annette Rübesamen ist seit 25 Jahren hauptberufliche Reisejournalistin. Ihre liebsten Themen: Italien, vergessene Welten, Weingüter und das Meer.

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