Griechenland

8 Traumstrände auf Kreta

Warmes Klima, lieblicher Duft der Mittelmeer-Vegetation, griechische Gastfreundschaft und die reiche Kultur: Kein Wunder, dass Kreta seit Generationen ein Lieblingsziel für Reisende ist. Und dann sind da natürlich die großartigen Strände am meist blitzsauberen Meer, weiß und weich oder von kleinsten Muscheln durchsetzt und rosa gefärbt. Es gibt kleine verträumte Buchten und weite Lagunen, die Palette ist groß. Hier acht der schönsten Strände der Insel.

Balos Beach: Die Karibik lässt grüßen

Was für ein Anblick! In einer rauen Felslandschaft am Nordwestzipfel Kretas nah der 10.000-Einwohner-Ortschaft Kissamos liegt diese beinah karibisch wirkende Lagune mit ihrem türkisblauen Wasser. Die Anreise ist mühsam, per Auto geht es über eine Schotterpiste zu einem Parkplatz und von dort noch einmal rund 25 Minuten zu Fuß durch das Naturschutzgebiet (Eintrittsgebühr), bis der Beach erreicht ist. Bequemer ist die Anfahrt per Boot, das mehrmals täglich etwa vom Pier nahe Kissamos startet. Die Mühe lohnt sich, das Wasser in der Lagune ist flach und wohlig warm und damit auch ideal zum Baden für Kinder. Wer mehr Action und Abkühlung durch Wellengang sucht, läuft hinüber zur Meeresseite des Strandes. Karibik-Feeling vom Feinsten, ohne gleich über den Atlantik fliegen zu müssen – perfekt.

Der besondere Tipp: Früh per Auto anreisen, bevor die ersten Boote kommen, denn dann wird es schnell voll. Außerdem bietet der Weg vom Parkplatz hinunter zum Strand die besten Fotomotive.

Falassarna: Ein Beach wie aus dem Bilderbuch

Feiner, heller Sand, dazu glasklares, nur langsam tiefer werdendes Wasser, viel Platz selbst in den Sommermonaten – Falassarna ist ein Strand, wie wir ihn lieben. Die unterschiedlich langen und bis zu 150 Meter breiten Abschnitte schmiegen sich in die markante Landschaft der Westküste, per Auto reisen Sie bequem an. Es gibt eine gute Infrastruktur mit reichlich Liegen und Sonnenschirmen, Beach-Bars und Tavernen. Im Sommer herrschen zudem beste Bedingungen zum Surfen und Wellenreiten, außerdem können Sie SUP-Boards leihen und es gibt Tauchlehrgänge – speziell bei Anfängern äußerst beliebt.

Der besondere Tipp: Die Gesellschaft Falasarna Private Cruises bietet Touren mit kleinen flotten Speed Boats an – es geht entlang der spektakulären Küste etwa bis zur Lagune von Balos.

Elafonissi: Traum in Weiß und Pink

Über eine serpentinenreiche Gebirgsstraße geht es zum Elafonissi Beach im Südwesten Kretas, der für viele der schönste Strand Griechenlands ist. An die unter Naturschutz stehende Dünenlandschaft voller Sand-Lilien und Zedern (hier legt im Sommer die Caretta-Caretta-Schildkröte ihre Eier ab) laufen sanfte, türkisfarbene Wellen, der weiche, weiße Beach schimmert bisweilen pink, den zigtausend fein gemahlenen rosafarbenen Korallen sei Dank. Gegenüber vom Strand liegt die kleine Insel Elafonissi, die je nach Seegang mit dem Festland durch einen Sandstreifen verbunden ist – dazwischen entsteht dann eine flache Lagune, perfekt für Kinder oder einfach nur zum Träumen im Wasser. Es gibt einen großen Parkplatz, Verleih von Liegen und Sonnenschirmen, eine Baywatch im Sommer, außerdem einen Kite-Club und eine Surf- und Windsurfschule – alles da für den perfekten Strandtag.

Der besondere Tipp: Weil sich das herumgesprochen hat, wird es im Sommer voll. Wer es ruhiger mag, findet auf der dem Meer zugewandten Seite der Insel stillere Buchten – und außerdem einen Leuchtturm und die kleine Kapelle Agia Irini.

Rethymno Strand: Sand and the City

Wer gerne Badespaß mit urbanem Vergnügen verbindet, liegt hier genau richtig. Der goldgelbe, meist flach abfallende Strand von Rethymno, mit 55.000 Einwohnern drittgrößte Stadt Kretas, beginnt nahe beim Hafen und alten Zentrum, vor Häuserfronten und Uferpromenade zieht er sich dann kilometerweit gen Osten. Die blaue Flagge signalisiert, dass Sand und Wasser so sauber sind, wie sie aussehen. Im Umfeld findet sich alles, was einen Badetag angenehm macht. Neben Strandliegen und Schirmen werden bequeme Loungesessel und Himmelbetten vermietet. Es lässt sich jede Art von Wassersport betreiben, zahllose Restaurants und Bars liegen direkt nebenan. Wer mag, spaziert oder radelt über die Strandpromenade ein Stück weg vom Zentrum – dann gibt es jede Menge stille Fleckchen, um in Ruhe das Handtuch im Sand auszubreiten.

Der besondere Tipp: Etliche Restaurants an der Uferstraße haben ihren eigenen Strandliegen-Verleih samt kostenlosem WLAN und bringen Speisen und Getränke auch direkt bis ans Wasser – herrlich bequem.

Vai Palm Beach: Wald und mehr

Nein, ein Geheimtipp ist dieser Strand nicht, obwohl er recht einsam am Nordostzipfel Kretas liegt. Die Zufahrtstraße ist gut ausgebaut, es gibt einen großen Parkplatz und viele Hotels bringen ihre Gäste mit Bussen hierher. Direkt nach dem Aussteigen wird klar, warum der Vai Beach so beliebt ist: Der Weg zum Wasser führt vom Parkplatz durch einen schattigen Palmenwald, Sie spazieren zwischen unzähligen Dattelpalmen hindurch direkt bis ans Meer. Ein tolles Entrée! Am Beach gibt es dann alles, was einen Strandtag angenehm macht: hellen, teils etwas groben Sand, glasklares, blitzsauberes Wasser, ein großes Restaurant mit offener Terrasse und Bar, Duschen sowie Liegen unter Strohschirmchen. Das Wassersportcenter bietet alles von Jetski bis Kiten. Klar, dass die Menschen gern herkommen.

Der besondere Tipp: Wer sich ein paar Meter vom Meeressaum unter die Palmen zurückzieht, hat es ruhiger – und genießt Schatten, eine Seltenheit auf Kreta. Der Wald gilt mit 5000 Bäumen als größter Europas, war schon Kulisse für Werbefilme und ist teils abgesperrtes Schutzgebiet, einige der Palmen sind über 2000 Jahre alt.

Bucht von Preveli: Der Alternative

Ein zweiter schöner Palmenstrand liegt an Kretas Südwestküste und ist in vielem das Gegenteil des Vai Palm Beach. Keine Liegen, keine Sonnenschirme, keine Angebote für Wassersport. Vom Parkplatz gilt es vielmehr, rund 20 Minuten über Felsen und Treppenstufen hinunter zum Strand zu kraxeln. Der ist weitgehend naturbelassen, aber sauber. Der Clou: Vom Meer aus zieht sich ein Palmengürtel ein schmales Flusstal hinauf, das hier ins Meer mündet. Links und rechts ist es von schroffen Felswänden gesäumt, ein Wanderweg führt daran entlang. Im oberen Bereich des Tals locken dann ein paar kleine Wasserfälle, und der Fluss ist herrlich kühl – eine gute Alternative zum Baden im Meer!

Der besondere Tipp: Rund zehn Kilometer westlich im kleinen Ort Plakias gibt es einen weiteren schönen Strand mit mehr Infrastruktur, außerdem warten allerlei Bars und Tavernen am kleinen Hafen.

Agiofarago: Natur pur

Die Anfahrt fordert einiges von Fahrer und Wagen. Eine lange Schotterpiste windet sich durch die Berge im Süden Kretas Richtung Meer, da sollte das Leihauto gut gegen Steinschlag versichert sein. Vom Parkplatz aus geht es dann noch einmal rund eine halbe Stunde zu Fuß durch eine enge Schlucht, die schroffen Felsen links und rechts sind ideal für Kletterer. Wilde Ziegen knabbern an dürrem Geäst, dann ist das Ziel erreicht. Der Anblick der halbkreisförmigen Bucht ist atemberaubend, das Wasser glitzert glasklar unter der Sonne, der Strand ist steinig, aber sauber. Nichts stört die Ruhe hier, Infrastruktur ist höchstens ein Vorhaben kommender Generationen. Naturfreunde hoffen, dass das ewig so bleibt.

Der besondere Tipp: Rund sechs Kilometer vorm Parkplatz inmitten der kargen Asterousia-Berge liegt das kleine Kloster Odigitria, als eines der ältesten auf Kreta ist es 1393 erstmals erwähnt. Ein besinnlicher Ort, der zur kontemplativen Atmosphäre der Region passt – lohnt einen Stopp.

Chrissi Island: Reif für die Insel

Im kleinen Hafenort Ierapetra (rund 26.00 Einwohner) an der Südostküste Kretas beginnt ein Strandtag der besonderen Art. Täglich legen hier in der Saison vormittags Boote und kleine Fahrgastschiffe ab und cruisen in knapp einer Stunde hinüber zur unbewohnten Insel Chrissi (übersetzt „Die Goldene“). Das nur etwa fünf Kilometer lange und 1000 Meter breite Eiland steht unter Naturschutz, Grund ist der zauberhafte Wald aus Wacholdergewächsen, der Teile der Insel bedeckt. Ruhesuchende spazieren mit Vorliebe durch die duftende Flora, die meisten Besucher aber streben gleich vom kleinen Anleger an der Südküste auf wackeligen Holzbohlenwegen hinüber zu den berühmten Stränden der Nordseite. Hier ist das Wasser besonders klar und der Sand teils von rosafarbenen Muschelteilchen durchsetzt, ein zauberhafter Anblick. Liegen- und Sonnenschirmverleih, Kantina und Beach Bar, mehr braucht es nicht, um einen Urlaubstag der Extraklasse zu verbringen – abends sammeln die Boote dann alle Reisenden wieder ein.

Der besondere Tipp: Die Küsten von Chrissi Island sind felsig, unter Wasser gibt es oft scharfkantige Steine – am besten also Badeschuhe mitbringen.

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