Spanien

Fünf tolle Strände auf Teneriffa

Gepflegte, vor Wellenbrechern geschützte Sandstrände, Restaurants und Bars direkt am Wasser – dazu eine großartige Natur mit vielen Wanderwegen und die Inselhauptstadt Santa Cruz mit ihren vielen kleinen Gassen und großen Boulevards: Das alles hat die größte kanarische Insel Teneriffa. Und Sonne rund ums Jahr, vor allem im Süden. Denn auch im europäischen Winter klettern die Temperaturen oft auf deutlich über 20 Grad Celsius. Abends braucht man eine lange Hose und eine mittelwarme Jacke – zum gemütlichen Draußensitzen beim Abendessen. Teneriffa liegt rund 300 Kilometer westlich des afrikanischen Kontinents und etwa 1300 Kilometer vom spanischen Festland entfernt. Und an der Küstenlinie gibt es fast rundherum schöne, oft künstlich angelegte Sandstrände – fünf stellen wir hier vor.

Playa Jardín in Puerto de la Cruz

Dunkler, feiner Sand und kleine Felsen, zwischen denen jeder seine kleine, halbprivate Nische findet und eine üppige Vegetation an der Promenade dahinter – das ist die Playa Jardín. Der wohl berühmteste Künstler der Kanaren, César Manrique, hat diesen reizvollen, in mehrere Abschnitte gegliederten Strand im Urlaubsort Puerto de la Cruz geplant. Er gilt wegen seiner Weitläufigkeit und des tropisch bepflanzten Areals dahinter als einer der schönsten auf der kanarischen Insel. Duschen und Toiletten sind vorhanden, Rettungsschwimmer vor Ort. Puerto de La Cruz liegt im etwas weniger sonnigen, dafür aber sehr viel grüneren, üppigeren Norden Teneriffas. Die Stadt hat trotz der vielen großen Hotels auch eine recht nette Altstadt mit kanarischen Häusern, Gässchen, Restaurants und Bars. Und sie ist ein guter Standort für Fahrten in Richtung Teide.

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Der besondere Tipp: Ganz am Ende des langen Strandes in Richtung Westen bzw. Loro Parque gibt es ein kleines Fischrestaurant direkt am Meer, das Restaurante Caldoso. Sehr gemütlich – und ein toller Logenplatz. Hat nicht viele Plätze, eventuell vorab vorbeigehen und reservieren. Die Playa Jardín eignet sich ohnehin sehr gut für einen Strandspaziergang.

Playa El Duque – Costa Adeje

Ein wunderschöner Ausnahmestrand an der ansonsten doch recht rummeligen Costa Adeje: Die Playa El Duque ist ein kleiner, exklusiver, besonders gepflegter Strandabschnitt mit blauer Flagge im Südwesten der Insel Teneriffa. Als Kulisse hat man hier das luxuriöse Gran Hotel Bahía del Duque Resort und die dahinter liegenden Bergrücken des Inselinneren. An dem feinsandigen Strand wurden Palmen gepflanzt, es gibt außerdem einen Rettungsschwimmer-Posten, Duschen, Umkleidekabinen, Toiletten und neben Strandliegen sogar bequeme Strandbetten. Die Playa El Duque ist barrierefrei.

Am Südende der Playa schließen sich Felsen an, von denen aus man eine tolle Sicht auf den Strand hat. Besonders reizvoll: Das Meer schimmert an der Playa El Duque oft in intensivem Türkis. Für Familien mit kleineren Kindern ist der Strand leider nicht so gut gut geeignet, da es im Wasser schnell tief wird. Großes Plus, für alle, die nicht den ganzen Tag am Strand liegen mögen: Es gibt eine kleine, terrassierte Strandpromenade mit dunklen Natursteinmauern, Hisbisken, Drachenbäumen und anderen kanarischen Gewächsen. Dort reihen sich Cafés und Restaurants aneinander, und ein Stück weiter findet man auch eine kleine Shoppingmall samt Parkhaus. Das sollte man nutzen, denn kostenfreie Parkplätze sind rar.

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Der besondere Tipp: Einmal über die malerischen Felsen im Süden zur Playa de Fañabé hinüber spazieren und dort am weitläufigen Strand entlangwandern.

Playa Abama bei Santiago del Teide

Goldgelber Sahara-Sand und ein künstliches Steinriff im Wasser als Schutz vor Strömungen – das gibt’s in dieser kleinen, feinen Badebucht, die vor allem von Gästen des Ritz-Carlton Abama genutzt wird. Dort ist es meistens ziemlich ruhig, denn die Playa Abama kennen nicht so viele. Sie liegt etwas versteckt in einer tief eingeschnittenen Bucht an der Steilküste im Westen der Insel. Weil auch in Spanien gilt, dass Strände frei zugänglich sein müssen, darf jeder an der Playa Abama relaxen – die Preise an der Bar und im Restaurant unten am Strand sind aber schon Ritz-Preise.

Schön hier: Babywellen plätschern an den Strand mit seinem feinen Sand – und links in den Felsen findet man sogar glasklare Naturpools. Auch für Familien ist der Strand ideal – die Bucht ist geschützt, in den natürlichen Steinbassins können größere Kinder Krebse und andere kleine Meeresbewohner beobachten. Liegen, Toiletten und Rettungsschwimmer gibt es. Die Playa Abama ist also ein echtes kleines Idyll – das Hotelgäste mit einem Fahrstuhl erreichen, alle anderen über eine ziemlich lange Steintreppe oder einen noch längeren Fahrweg.

Wer nicht im Ritz wohnt, aber einen Tag an der Playa Abama verbringen möchte, der parkt auf dem kostenfreien Parkplatz beim Hotel. Von dort ist es über ein Sträßchen und eine steile Treppe etwa eine Viertelstunde bis ans Wasser. Praktisch vor allem für Familien: Es gibt auch die Möglichkeit, bis an den Strand zu fahren und dort alles auszuladen. Anschließend muss das Auto aber oben geparkt werden.

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Der besondere Tipp: Der Nachbarort San Juan hat einen sympathischen Kieselstrand, wo viele Einheimische ihre Freizeit genießen, und einen kleinen Hafen. Dort kann man nett bummeln und abends essen gehen, zum Beispiel in der Taberna del Puerto.

Playa de Las Teresitas bei Santa Cruz

Diesen Strand sollte man sich erst einmal von oben anschauen, die Aussicht ist einfach gigantisch. Also fährt man auf der TF-121 in Richtung Igueste und hält hoch über der Playa de Las Teresitas: Im Vordergrund wachsen Agaven und Opuntien, unten liegt die goldgelbe Sichel der Playa, dahinter stapeln sich einen Hang hinauf ziemlich pittoresk die Häuser von Sand Andrés und noch weiter hinten liegen Santa Cruz und der Teide.

Die Playa de Las Teresitas ist einer der schönsten Strände auf Teneriffa: Er wurde nördlich der Inselhauptstadt Santa Cruz künstlich mit Saharasand angelegt. Und weil es rundherum keine großen Hotels gibt, ist es hier oben im Nordosten meist relativ ruhig. Dieser traumschöne Strand ist der wundervolle Sandkasten der Hauptstädter geblieben. Deshalb sollte man auch lieber unter der Woche einen Ausflug hierher machen. Da arbeiten die meisten Spanier.


Palmen spenden etwas Schatten, die künstliche Steinmole hält größere Wellen und Strömungen ab – und der Sand bleibt so auch bei Stürmen am Strand. Ob die Playa de las Teresitas am Ortsrand von San Andrés so angenehm normal geblieben ist, weil sie den meisten Reisenden zu abgelegen ist? Es gibt ausreichend kostenfreie Parkplätze und sympathischer kleine Essbuden, wo man Snacks, Eis und Getränke bekommt. Rettungsschwimmer sorgen für Sicherheit, Umkleiden, Duschen und Toiletten für Komfort. 

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Der besondere Tipp: Am besten geht man nach dem Strandtag abends in der Inselhauptstadt Santa Cruz essen. Viele nette Restaurants und Bars findet man zum Beispiel im Viertel rund um die Calle Antonio Domínguez Alfonso.

El Médano in der Nähe von Los Cristianos

Felsen, Wellen, Wind: El Médano, den Surfer- und Kiterstrand unweit des Flughafens Teneriffa Süd, haben die meisten Teneriffa-Urlauber gar nicht auf dem Plan. Schade eigentlich, denn er ist wirklich charmant – und das nicht nur für Wassersportler. Die Strandpromenade wurde als langer Holzsteg angelegt. Und auch die Infrastruktur in El Médano ist gut: Es gibt Rettungsschwimmerposten, Toiletten, Umkleidekabinen, Wassersport-Ausrüstung und -Kurse. Auch Strandliegen kann man mieten.

Interessant ist der längste natürliche Strand der Insel Teneriffa auch wegen seiner Tuffsteinfelsen, die natürliche Minibuchten mit etwas Privatsphäre und Schattenflecken bilden. An der Playa Sur und der Playa de Montaña Roja, die ineinander übergehen, ist das Publikum gemischt und angenehm: Ein alternatives Pärchen verkauft gerade selbst gebastelten Schmuck an der Promenade, ältere Pärchen spazieren eingehakt am Strand entlang, ein paar Jungs üben in den Wellen Stand-up-Paddling, was ziemlich anspruchsvoll aussieht. Auch viele Familien sind da, die Kleinsten buddeln im Sand, die größeren testen die Fitnessgeräte an der Promenade.

Der Strandstreifen zieht sich von der Ortsmitte in El Médano mit seinen Cafés, Bars und Restaurants bis ganz nach hinten zur sogenannten Montaña Roja, wo es karg und einfach ist. Diesen roten Steinbrocken kennt man übrigens, aber im Allgemeinen eher von der anderen Seite. Es ist der markante Felsen an der Landebahn des Flughafens. Und deshalb muss auch das einzige Manko dieses Strandes – neben oft kräftigem Wind – erwähnt werden. Alle paar Minuten hört und sieht man ein Flugzeug, was aber nicht weiter störend ist. Denn ein stiller, geruhsamer Strand ist das eh nicht, eher schön trubelig, mit viel Abwechslung. Und: Die Nähe zum Flughafen hat einen entscheidenden Vorteil: Man kann hier gut mit dem Taxi herkommen, wenn man auf die Heimreise wartet – und noch ein paar Stunden Zeit hat.

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Der besondere Tipp: Das Fischrestaurant Agua y Sal in dem angenehm untouristischen Ort San Miguel de Tajao ein Stück weiter nördlich. Vor allem am frühen Abend sitzt man hier schön in der Sonne.

Fotos: alexpolo – stock.adobe.com, Christiane Würtenberger (18), Gran Hotel Bahía del Duque, svf74 – stock.adobe.com

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Bild: ©alexpolo – stock.adobe.com

Christiane Würtenberger
Christiane Würtenberger

Christiane Würtenber reist als Journalistin seit vielen Jahren um die Welt. Privat ist sie am liebsten unterwegs ins Grüne und entdeckt beim Wanderung und Radeln Deutschland und Europa.