Spanien

Dürfen wir vorstellen: Teneriffa

Ein Vulkan mitten auf der Insel, solitäre Berglandschaften, dazu zwei Kulturstädte und jede Menge erstklassige Strände: Teneriffa gilt als die abwechslungsreichste Kanareninsel und ist das ganze Jahr über Zufluchtsort für Wärmesuchende

Sommerliche Temperaturen auch im Winter, feine Sandstrände, mal weiß, mal vulkanisch schwarz. Dazu viele Palmen und Kakteen und andere wärmeliebende, exotisch Gewächse: Die Kanaren gehören zu Spanien und damit zur EU, liegen aber vor der Küste des nördlichen Afrika im Atlantik. Und Teneriffa – die größte der Inseln – bietet besonders viel. Das Eiland ist 83 Kilometer lang, bis zu 54 Kilometer breit und hat eine Fläche von gut 2000 Quadratkilometern. Im Zentrum ragt der Vulkan Teide – mit 2715 Metern Spaniens höchster Gipfel – als riesiger, manchmal schneebedeckter Kegel in den Himmel. Im Norden finden Aktivurlauber stille Gebirgslandschaften, in denen es kaum Tourismus gibt. Und mit Santa Cruz und La Laguna hat Teneriffa auch zwei Kulturstädte, in denen man sich bei Bedarf von so viel Strand und Natur erholen kann. Wie umgekehrt natürlich auch.

Was bisher geschah

Die Insel Teneriffa entstand vor etwa zwölf Millionen Jahren durch Vulkanismus. Die ersten Bewohner stammten von afrikanischen Berbern ab und nannten sich Guanchen – sie lebten ab etwa 900 v. Chr. dort und blieben glücklicherweise lange Zeit unbehelligt. Erst im Spätmittelalter wurden die Kanaren für die Europäer strategisch interessant, denn sie lagen auf dem Seeweg nach Amerika – man konnte dort also gut einen letzten Stopp vor der Überfahrt einlegen. Die Sache endete für die Guanchen schlecht: Ende des 14. Jahrhunderts starben die meisten von ihnen, weil sie sich nicht kampflos den Spaniern ergeben wollten. Die Spanier kolonialisierten Teneriffa. Und dabei blieb es die kommenden Jahrhunderte, obwohl andere Nationen immer wieder versuchten, sich die Inseln unter den Nagel zu reißen. Seit 1982 ist Teneriffa eine autonome spanische Provinz.

Dann ist Saison

Die Insel ist, wie alle Kanarischen Inseln, ein klassisches Reiseziel für den mitteleuropäischen Winter. Denn auch dann wird es dort tagsüber meist 20 bis 25 Grad warm, und abends braucht man nur einen dicken Pulli und eventuell eine Jacke gegen Wind. Man sollte sich aber auch, vor allem für Reisen in die Teide-Region und in den grüneren Norden, auf Regen einstellen. Die Kanarischen Inseln heißen auch Inseln des ewigen Frühlings – aber so ganz stimmt das nicht. Im Sommer ist es dort oft schon sehr heiß.

Flott unterwegs

Teneriffa hat ein wirklich gut funktionierendes öffentliches Busnetz. Vor allem die Linien zwischen der Inselhauptstadt Santa Cruz und dem Flughafen Teneriffa Sur und von dort weiter nach Los Cristianos und Costa Adeje verkehren regelmäßig und meist pünktlich. Auch in die Region des Teide kommt man gut und preisgünstig mit Bussen. In den Gebirgsregionen des Nordens und für Ausflüge in die Berge und kleine Dörfer empfiehlt sich aber eine Mietwagen. Den sollte man vor allem rund um Weihnachten rechtzeitig reservieren.

Herr Ober!

Frischer Fisch, runzelige Salzkartoffeln (papas arrugadas) und scharfe grüne und rote Saucen (mojos) sind der leckere Standard auf der Insel. Auch Paella wird oft sehr gut zubereitet. Teneriffa ist ansonsten eine international geprägte Insel, man kann dort auch erstklassig asiatisch, mitteleuropäisch oder indisch essen.

Auf dem spanischen Festland traditionelle Paella wird auch auf Teneriffa oft sehr gut zubereitet

Noch Platz im Koffer?

Wer an der grünen und roten Mojos Geschmack gefunden hat, der kann sich in jedem Supermarkt damit eindecken Auch Gofio (das typische Mehl von hier aus geröstetem Getreide und Meersalz) bekommt man überall. Das Siegel „Artenerife“ garantiert bei Töpferwaren, Körben und Stickereien, dass es sich tatsächlich um individuell gefertigtes, traditionelles Kunsthandwerk handelt.

Zum Einlesen

Empfehlenswert sind zum Beispiel der Baedeker Teneriffa von Rolf Goetz (2018 aktualisiert) mit Karte oder das DuMont Reise-Taschenbuch Teneriffa samt Karte von Dieter Schulze (2019). Wer eine passende Urlaubslektüre sucht: „Archipel“, der große Familienroman der Autorin Inger-Maria Mahlke, gewann 2018 den Deutschen Buchpreis und spielt auf Teneriffa (Rowohlt).

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Titelbild: Beinahe mystisch überragt der Teide das Wolkenmeer während eines Sonneuntergangs auf Teneriffa © Michael Adler

Weitere Fotos: © Christiane Würtenberger (8), Michael Adler (6), jovannig – stock.adobe.com, rh2010 – stock.adobe.com, Comofoto – stock.adobe.com, Manfred Steinbach – stock.adobe.com, andrei – stock.adobe.com

Christiane Würtenberger

Christiane Würtenber reist als Journalistin seit vielen Jahren um die Welt. Privat ist sie am liebsten unterwegs ins Grüne und entdeckt beim Wanderung und Radeln Deutschland und Europa.

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