Dubai

Burj al-Arab: Ein Hotel als Wahrzeichen

Vom Tag der Eröffnung an ist das Burj al-Arab Legende und macht Schlagzeilen. Bis heute hat sich nichts daran geändert. Der elegant geformte Wolkenkratzer ist das Wahrzeichen Dubais. Und eines der besten Hotels der Welt

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Wer hier oben steht, hat zwangsläufig Weitblick und schaut auf die Welt herab -– rein räumlich jedenfalls, denn herabschauend dürfen Leute wie sie nicht sein. Höflichkeit in Vollendung ist gefragt, das Auge fürs Detail: Die 180 Butler des goldstrotzenden Ultra-Luxushotels Burj al-Arab leben das Credo dieses Hauses, stehen für Stil ebenso wie für perfekten Service – ob unten in der Vorfahrt bei der Begrüßung ihrer neuen Gäste oder hier oben auf der Hubschrauber-Plattform, die in 200 Metern Höhe aus der futuristischen Konstruktion herausragt. Sogar ein Tennis-Match zwischen Roger Federer und André Agassi hat auf der kreisrunden Plattform schon stattgefunden – weil in diesem Hotel nichts unmöglich ist und kein Wunsch abgeschlagen wird. Und weil die Fotos davon mit Sicherheit um die Welt gehen würden. Genau so kam es.

Das elegante Gebäude in der Form eines geblähten Segels ist längst zum Synonym für Dubai geworden, für die besondere Nichts-ist-unmöglich-Dynamik, für Weltwunder-Bauwut und das rastlose Höher-Schneller-Weiter der Boom-Stadt zwischen Strand und Wüste, die vor weniger als einem Jahrhundert nur ein paar Häuser umfasste und etwa fünfeinhalbtausend Einwohner zählte.

Wie ein Segel sticht das 321 Meter Burj al-Arab aus dem Persischen Golf am Jumeirah-Beach vor Dubai
Wie ein Segel sticht das 321 Meter Burj al-Arab aus dem Persischen Golf am Jumeirah-Beach vor Dubai

Das Äußere, die Silhouette des Burj al-Arab, steht dabei inzwischen so sehr für die arabische Halbinsel und ihre Erfolgsgeschichte wie die Sydney Opera für Australien, wie der Eiffelturm für Frankreich und der Schiefe Turm von Pisa für Italien. Aber so viele Menschen das Opernhaus von Sydney sofort wiedererkennen – so wenige haben dort bereits eine Inszenierung erlebt. Mit Dubais Wahrzeichen ist es nicht anders: So viele Burj al-Arab auf Anhieb richtig zuordnen, so wenige haben das Gebäude je betreten. Die Hürde ist hoch gelegt. Die Übernachtungspreise im Burj al-Arab sind vierstellig. Dafür ist jedes Zimmer eine Suite, reicht über zwei Etagen und misst in der kleinsten Variante 170 Quadratmeter.

Dass nicht jeder zum Schauen und Staunen vorbeistapft, dafür sorgt zusätzlich ein Heer von Security-Leuten. Nichtmal an die Bars oder in eines der Restaurants kann man ohne Reservierung gelangen – und ohne dass die in den Unterlagen der Aufpasser an der Zufahrt verzeichnet sein muss, damit sich die Schranke öffnet: Tribut an die Privatsphäre der Gäste – und gezielte Pflege des elitären Image. Einblicke in das bis ins rund 180 Meter höher gelegene Dach offene Atrium mit seinen blattgoldbelegten Säulen, mit der 42 Meter hoch hinauf schießenden Springbrunnen-Fontäne sollen nur einer Minderheit gewährt werden. Und die soll den Luxus genießen, unter sich zu sein.

Aber auch wer mehr Sterne hat, als die Skala hergibt, muss den Überblick über seine Besitztümer behalten: So wie über die Zahl der Fische in den beiden riesigen Aquarien in der Lobby genau Buch geführt wird, so kleben unter den Möbeln jeder Suite Strichcodezettelchen oder rote Marken mit laufenden Inventarnummern, unter goldlackierten Stühlen wie unter plüschigen roten Sesseln, unterm Schreibtisch wie an den Stehlampen. 

Jeder Raum einer Suite hat einen großen Fernseher, jeder davon eine Fernbedienung, nur kurioserweise keine davon eine Registriernummer – obwohl sie das wichtigste Spielzeug sind und sich damit auch sämtliche Vorhänge der raumhohen Fenster elektrisch auf und zu fahren lassen. Im Burj kann man damit nebenbei auch der Butler rufen oder die Tür im Erdgeschoss der Zimmerflucht auf Fern-Knopfdruck öffnen. Klingelt dort übrigens jemand, springen sämtliche Fernseher an, ohne ein Geräusch zu machen, und auf den Schirmen erscheint das von einer versteckten Minikamera gefilmte Live-Gesicht des Besuchers. Weil kleine technische Spielereien genau so viel Weitererzählwert haben wie perfekter Butler-Service.

Titelbild: © johnkruger1 – stock.adobe.com

Weitere Fotos: © Jumeirah Hotels & Resorts (13)

Wie ein Segel sticht das 321 Meter Burj al-Arab aus dem Persischen Golf am Jumeirah-Beach vor Dubai

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Bild: © Helge Sobik

Helge Sobik
Helge Sobik

Helge Sobik ist weit gereister Autor von mehr als 30 Büchern und begibt sich für uns auf die Suche nach dem ganz besonderen Luxus.